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22.06.2017 Donnerstag ​ Viel los am Müggelsee

Neues Rettungsboot Pelikan 62

Pelikan 62 auf Streife, vorne Pelikan 61

​Die ehrenamtlichen Wasserretter der DLRG Mitte hatten am Wochenende alle Hände voll zu tun. Notfalleinsätze wegen des heißen Sommerwetters, Bootsunfälle und die Großveranstaltung "Köpenicker Sommer" brachten zahlreiche Einsätze für die Wasserrettungsstation Friedrichhagen.

​Am Samstag tummelten sich jede Menge Segler auf dem Müggelsee. Der Cöpenicker Seglerverein (CSV) hatte zur Regatta geladen und bei einem frischen Wind aus Süd-Südwest nutzten viele Wassersportler die idealen Bedingungen. Auch Kenterungen blieben nicht aus. Mehrmals rückten die Rettungsboote P61 und P62 aus, um Segler zu retten, Mastbäume aus dem Wasser zu heben und Jollen wieder auf den Kiel zu stellen. Besonders heftig erwischte es zwei Kajütkreuzer, die im Eifer der Regatta den jeweils andreren übersahen. Bei der Kollision der beiden großen Boote brachen beide Masten. Nur durch viel Glück wurde niemand ernsthaft verletzt. Beide Havaristen mussten von Rettungsbooten vom See geschleppt werden.

Grandioses Feuerwerk mit DLRG-Absicherung

Da Kameradschaft auf dem Wasser dazugehört, freuten sich die Wasserretter über die Einladung des CSV zur Regattaabschlussparty. Gleich im Anschluss beteiligten sich beide Friedrishagener Boote an der Absicherung des "Köpenicker Sommers". Das Höhenfeuerwerk am Abend lockt traditionell tausende Besucher an das Spreeufer und viele Freizeitkapitäne ins Köpenicker Becken, um sich das Spektakel am und vom Wasser aus anzusehen. Hier unterstützen die Wasserretter gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei den Veranstalter.

Auch am Sonntag haben Rettungsschwimmer nicht immer Ruh. Direkt nach dem Frühstück rief uns die Berliner Feruerwehr zur Hilfe. Ein Mann war vom Dachboden in seinem Haus mehr als drei Meter in die Tiefe gestürzt. Schwierig: Das Haus steht auf der Insel Entenwall. Sie hat keinen Zugang zum Land. Gemeinsam mit den Wasserrettern des ASB gelang es den schwer verletzten Mann zu retten, zu stabilisieren und an den Landrettungsdienst zu übergeben.

Person im Wasser - höchste Alarmstufe für Wasserretter

Während die Einsatztaucher vor dem Steg der Station mit großem Publikum übten, wurde mit dem Stichwort "Person im Wasser" de höchste Alarmstufe für die Wasserretter ausgelöst. Ein kleines Mädchen galt am Strand des Kleinen Müggelsees als vermisst. Das schnelle Boot P62 übernahm die Einsatzleitung. Glücklicherweise fanden die Retter das Kind nach kurzer Suche an Land. Zahlreiche Badegäste beteiligten sich vorbildlich und diszipliniert an einer Suchkette unter Leitung der Wasserrettung. Kaum waren die Boote wieder am Steg vertäut fiel den Rettern beißender Qualm auf. Eine Halle in Wassernähe brannte. Die Einsatzstelle konnte nach kurzer Sicherung an die Feuerwehr übergeben werden, die noch Stunden gegen die Flammen in der 500-Quadratmeter-Halle ankämpfte.

Kurz vor Feierabend war erneut ein Kind vermisst. Diesmal im Strandbad Müggelsee, das noch immer ohne eigene Rettungsschwimmer ist. Dort hatten die Eltern des Kindes die Polizei und den Rettungsdienst alarmiert. Nur Minuten nach dem Notruf waren ein Dutzend Rettungsschwimmer an Ort und Stelle zur Suche im Wasser, zwei Trupps mit Rettungstauchern ausgerüstet und im Einsatz. Auch hier konnte das Kind unverletzt an Land gefunden werden.

Die ehrenamtlichen Wasserretter der Station Friedrichshagen sind seit 90 Jahren jedes Sommerwochenende von Freitagabend bis Sonntagabend mit zwei Rettungsbooten im Einsatz und finanzieren sich aus Spenden.

Kategorie(n)
Wasserrettungsdienst

Von: Patrick von Krienke

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